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Default Im gierigen Rachen des Monsters

Im gierigen Rachen des Monsters

Wirtschaftsprofessor enthüllt, was die EU uns wirklich kostet


Berechnungen von Prof. Dr. Franz-Ulrich Willeke, Universität Heidelberg, beweisen: Die Bundesrepublik Deutschland hat seit Bestehen der EU (bzw. EG/EWG, wie das Ding früher hieß), also seit dem Jahr 1958, Nettobeiträge im Gesamtwert von sage und schreibe über einer halben Billion Mark (= über fünfhundert Milliarden; in Zahlen: 500.000.000.000) an die Brüsseler Eurokraten geleistet. Umgerechnet entspricht dies mehr als zweihundertfünfzig Milliarden (250.000.000.000) Euro. Von dieser schwindelerregenden Summe sind, man halte sich fest, fast zwei Drittel allein im Zeitraum seit der Wiedervereinigung von 1990 der EU in den gierigen Rachen geworfen worden. Also genau in jener Epoche, die von radikalem bundesrepublikanischen Sozialabbau gekennzeichnet ist – mit Theo Waigel, Finanzminister der CDU/CSU-geführten Bundesregierung Kohl, und Hans Eichel, für die Finanzen in der SPD-geführten Bundesregierung Schröder zuständig, als „Sparminators“.

Gigantische Verschleuderung

Unter „Nettobeiträgen“ der Bundesrepublik an die Europäische Union versteht man bekanntlich jene Summen, die von den Deutschen mehr in die EU-Kassen gegeben werden, als Deutschland aus Töpfen der Europäischen Union zurückbekommt. Es handelt sich also um Beiträge ohne Gegenleistung. Man kann es auch Geschenke nennen. Oder, weniger freundlich, so doch deutlicher: Vom deutschen Volk sauer verdientes Geld, das verschleudert wird.

Wohl gemerkt: Die eingangs genannten Giga-Summen entstammen nicht etwa der Propagandaphantasie irgendwelcher „rechtsradikaler Europagegner“, sondern sie sind errechnet worden von einem der renommiertesten Nationalökonomen der Bundesrepublik: Dr. Franz-Ulrich Willeke, langjähriger Professor der Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten von Tübingen und Heidelberg (dort auch Mitdirektor des Alfred-Weber-Instituts für Sozial- und Staatswissenschaften und Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät). Der Professor ist darüber hinaus u. a. als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates des Bundesministeriums für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit hervorgetreten.

Die Untersuchung des Professors

Im Dezember vorvorigen Jahres erschien als Veröffentlichung der Universität Heidelberg Prof. Willekes Untersuchung „Europäische Strategien zur Identifizierung von Nettozahlern und Nettoempfängern“ (im Internet: http:/www.uniheidelberg.de/institute/fak18/awi/publications/papers/dp397.pdf.) Es dürfte am etwas kryptischen, also nicht sehr erhellenden Titel gelegen haben, dass diese politisch sprengstoffhaltige wissenschaftliche Studie in der rechten Publizistik nicht umgehend hinreichende Beachtung gefunden hat. Auch nicht, wir müssen es einräumen, in unserer Zeitung. Warum freilich die etablierte Große Koalition der EU-Eiferer – in Sachen EU-Befürwortung gibt es ja kaum Farbnuancen bei Schwarzen, Roten, Gelben und Grünen – den Deckel drauf gehalten hat, leuchtet sofort ein. Umso wichtiger, dass jetzt, da infolge EU-„Osterweiterung“ der deutsche Dukatenesel noch wesentlich mehr EU-Nettobeitrag leisten soll, unter Hinweis auf Prof. Willekes Berechnungen Alarm geschlagen wird.

Der Volkswirtschaftler schreibt: „Allein seit der Wiedervereinigung hat Deutschland im Zeitraum von 1990 bis 2002 an die Europäische Union Nettobeiträge in einem Gesamtwert von 278,9 Milliarden DM, umgerechnet 142,6 Milliarden Euro, entrichtet, wie sich aus einer Auswertung der Zahlungsbilanzstatistik der Deutschen Bundesbank ergibt.“ Nehme man aber das Kaufkraftniveau von 2002 zum Maßstab, bei Einbeziehung der Preisentwicklung (Inflation), seien dieser Summe noch einmal über 30 Milliarden Mark oder mehr als 15 Milliarden Euro hinzuzurechnen.

Am Ende seiner umfangreichen Ausarbeitung kommt Willeke zum Ergebnis: „Werden sämtliche Nettobeiträge seit 1958 unter Berücksichtigung der Preisentwicklung auf das Jahr 2002 hochgerechnet, ergeben sich rund 497 Milliarden Mark (254 Milliarden Euro), die Deutschland nach und nach in den Preisen von 2002 an die Mitgliedsstaaten der EU übertragen hat.“ Weiter im Text des Heidelberger Professors: „Die unter Berücksichtigung des Preisniveaus nach oben korrigierten Nettobeiträge lassen es auch zu, eine güterwirtschaftlich, also real unverzerrte Aussage über das Gewicht der deutschen Nettobeiträge seit der Wiedervereinigung zu machen: rund 62 Prozent aller bis 2002 geleisteten Nettobeiträge Deutschlands fallen auf die Zeit nach der Wiedervereinigung, nämlich 310 von 497 Milliarden DM (159 von 254 Milliarden Euro).“

Angesichts dieser Größenordnung findet es Prof. Willeke „erstaunlich, dass darüber auf Deutschlands politischer Bühne hinweggeschwiegen wird“.

Mehr und immer, immer mehr ...

Mit Ablauf des Jahres 2002 – der Zeitpunkt, an dem die Berechnung des Wirtschaftswissenschaftlers endet – aber hat die Geldverschleuderung an die EU ja keineswegs aufgehört. Nach amtlichen Berliner Angaben (für die jüngste Zeit handelt es sich um offiziöse Schätzungen) sind vom 1. Januar 2003 bis heute noch einmal rund 20 Milliarden Euro an bundesdeutschen Nettobeiträgen an die Europäische Union geflossen. So dass sich seit 1990 ein deutscher Gesamt-Nettobeitrag von 179 Milliarden Euro (in Mark: mehr als 1⁄3 Billion) ergibt.

Und damit immer noch nicht genug, steht eine Aufblähung der deutschen Nettoleistungen an die EU durch die bereits vollzogene bzw. die weitgehend schon ausgeheckte zusätzliche Osterweiterung bevor. Endgültig schwinden einem die Sinne, wenn man an die den Türken schon so gut wie sicher zugesagte Aufnahme ihres Landes in die Europäische Union denkt. Schon jetzt gehen gewaltige Summen, berappt vor allem von Deutschland, via Brüssel am Bosporus über den Jordan, um das 1600 Kilometer nach Asien hineinragende Anatolien zur „Europareife“ aufzupäppeln. Fass ohne Boden ist gar kein Ausdruck für das, was fällig wird, ist erst der EU-Beitritt der Türkei vollzogen.

Eine Träne für die kleine Monika

Das kann einfach nicht gut gehen. Oder man sollte es vielleicht genau anders herum ausdrücken: Das wird schließlich doch gut gehen. Das „Happy End“ liegt dann darin, dass der übermäßig aufgeblasene EU-Ballon mit absoluter Sicherheit platzen wird.

Wer will dem Brüsseler Monstrum eine Träne nachweinen? Die sparen wir uns lieber auf, beispielsweise für die kleine Monika B. (9 Jahre alt) und den 11-jährigen Sebastian K. Beide liegen sie in der Kinderstation einer deutschen Krebsklinik. Für sie und viele ihrer Leidensgenossen startet derzeit die Kinderkrebshilfe wieder einen Spendenaufruf. Weil dieser unser Staat nicht genug Geld für ihre Behandlung übrig hat ...



National-Zeitung
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