Keine Arbeitserlaubnis für Asylwerber
Nur mehr "rechtmäßig Niedergelassene" sollen arbeiten dürfen - Innenministerin Prokop hatte im STANDARD Jobchancen versprochen

Künftig soll es keine Arbeitserlaubnis für Asylwerber mehr geben
Wien - Der Ministerrat beschließt am Dienstag gemeinsam mit Asyl- und Fremdenpolizeigesetz sowie Niederlassungs- und Aufenthaltsrecht auch ein neues Ausländerbeschäftigungsgesetz. Wie der "Kurier" berichtet, wird Asylwerbern darin die (derzeit bestehende) Chance genommen, eine Arbeitserlaubnis zu bekommen.
Prokop kündigte im STANDARD Jobs an
Eine Arbeitserlaubnis erhalten künftig nur noch Ausländer, die in Österreich "rechtmäßig niedergelassen" sind. Asylwerber sind jedoch nur "vorübergehend" im Land. Noch Anfang März hatte sich Innenministerin Liese Prokop (V) im
STANDARD-Interview für die Schaffung zusätzlicher Beschäftigungsmöglichkeiten für Asylwerber ausgesprochen. Prokop damals: "Es gibt Möglichkeiten, Asylwerber geringfügig zu beschäftigen. Diese Möglichkeiten sollen auf jeden Fall ausgebaut werden, denn es gibt nichts Schlimmeres, als nur herumsitzen zu müssen. Denkbar ist, Asylwerber verstärkt als Saisonarbeiter einzusetzen. Wir müssen aber aufpassen, dass unser Arbeitsmarkt nicht unterlaufen wird."
Kritik der Grünen
Die Grüne Justizsprecherin Terezija Stoisits zeigt sich verärgert, dass so viele verschiedene Bereiche in einem Aufwaschen geändert werden: "Das ist das größte Fremdenpaket, das ich in meiner politischen Laufbahn erlebt habe." (APA/red)
M.,
Naja ob das Paket auch hält was es verspricht bleibt abzuwarten!