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Die monarchisch-replublikanische Freimaurerei in Deutschland Teil 2 Die internationale Einstellung der altpreussischen Freimaurer wurde in keiner Weise dadurch beeinflusst, dass sie in amtlichen ausländischen Freimaurerschriften die abfälligsten Urteile über die deutschen Fürsten lasen. Diese amtlichen Zeitschriften der ausländischen Grosslogen können den deutschen Freimaurern nicht entgangen sein, denn die anerkannten Grosslogen tauschen ihre Zeitschriften untereinander aus. Das der italienische Br.°. Bovio Kaiser Wilhelm II. - im Jahre 1892 - für "schwer krank" hielt, beweist wohl nichts; mancher Deutsche war damals über die Entlassung Bismarcks mit Recht erbittert. Br.°. Aurelio Saffi spricht jedoch die Hoffnung aus, dass das junge (sozialdemokratische) Deutschland recht bald an die Stelle des kaiserlichen und "feudalen" Deutschlands treten werde. Wie das amtliche Logenblatt, die Rivista della Massoneria Italiana, den Schutzherrn der drei altpreussischen Grosslogen, Prinzen Friedrich Leopold, verhöhnt, möge man ebendort nachlesen. Trotzdem die Freimaurer in Deutschland den hochpolitischen Charakter der italischen Maurerei kennen mussten, unterhielten sie zu ihr die besten Beziehungen, sie liessen sich widerspruchslos Briefe gefallen, in denen über den "Despotismus in der eigenen (deutschen) Heimat" losgezogen wurde. Die Grossloge von Sachsen feierte den italischen Grossmeister Adriano Lemmi, der der "Bankier der italienischen Revolution" genannt wurde, in einem überschwänglichen Schreiben geradezu als den "König der Freimaurerei nicht bloss in Italien, sondern in der ganzen Welt...." Bei solchen Gefühlsausbrüchen für ausländische Revolutionäre ist es begreiflich, dass die nichtdeutsche Welt auf das von "Despoten" beherrschte Deutschland herab sah. Diese würdelose Auslandsanbetung wird sogar von Br.°. Wilhelm Ohr getadelt (vgl. Ohr Der französische Geist und die Freimaurerei). Dieselbe Würdelosigkeit bekundeten die deutschen Grosslogen gegenüber Frankreich. Die "Vereinigte Grossloge von England" hatte die Beziehungen zum "Grand Orient" 1877 abgebrochen wegen des Weglassens des Weltenbaumeistersymbols aus dem amtlichen Akten. Die Engländer blieben fest, und bald waren es die Franzosen, die um Wiederanknüpfung der Beziehungen ersuchten, allerdings ohne Erfolg. Anders die Deutschen. Sie konnten es nicht erwarten, bis im Jahre 1909 der deutsche Grosslogenbund die amtlichen Beziehungen zu dem französischen Grossorients wieder aufnahm. Diees Nachlaufens hat den Deutschen bei den Franzosen ausserordentlich geschadet. Die Freimaurer Frankreichs haben schon vor Kriegsausbruch "mit höchster Bestimmtheit und in Übereiunstimmung mit der öffentlichen Meinung auf den Zusammenbruch des deutschen Staates gerechnet", versichert unsd Br.°. Wilhelm Ohr, ein Kenner der französischen Volksseele. Zweifellos hat das würdelose Verhalten der deutschen führenden Freimaurer den französischen Sieges- und Vernichtungswillen gestärkt, genau wie das würdelose Verhalten der deutschen marxistischen Sozialdemokratie unter Scheidemann und Ebert und des Zentrums unter Erzberger. Tatsache ist, dass unter Leitung des Grossmeister Kohn der deutsche Grossmeistertag vom 31. Mai 1914 die Anerkennung des serbischen "Obersten Rates" beschlossen hat. Tatsache ist ferner, dass genau vier Wochen später der Erzherzog-Thronfolger dem Anschlag serbischer Freimaurer zum Opfer gefallen ist. Verwendete Quelle: Dr. Friedrich Wichtel - Ra. Robert Schneider Weltfreimaurerei, Weltrevolution, Weltrepublik J. F. Lehmanns Verlag / München 1936
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Die Rolle der Juden in der Freimaurerei
Im Jahre 1780 bildeten sich in Frankfurt a.M. zwei Judenlogen, die von den anderen Logen zunächst nicht anerkannt wurden. Der "Eklktische Freimaurerbund" in Frankfurt a.M., der 1783 gegründet wurde, nahm anfangs Juden auf, verfügte dann im Jahre 1811 aus mir unbekannten Gründen die Ausschlißung aller "Nichtchristen", kehrte jedoch schon 1844 zum ursprünglichen Grundsatze, d.h. zur Zulassung von Juden zurück. Nach und nach wurden die bedeutenden Stellen beim "Eklektischen Bunde" fast ausschließlich von Juden besetzt. Ich habe kein Zweifel, die "tätigsten und behaarlichsten Arbeiter" für die Loge sind die jüdischen Freimaurer, und sie haben sich auch ausserordentliche Mühe gegeben, um hineinzugelangen. Keine Loge ohne Juden! Aber nicht nur in Deutschland, in Ungarn und in Österreich, nein, auf der ganzen Erde sind die Juden die rührigsten und tätigsten Freimaurer und verstehen es, der Loge ihren Geist einzuhauchen und sie ihren eigenen Zwecken dienstbar zu machen. In Frankreich z.B. treffen wir Juden wiederholt als Gründer und emsige Vertreter von Freimaurerorden an. Der Pariser Jude Etienne Morin war der hauptsächliche Verbreiter des sogenannten "Schottischen (Hochgrad=) Systems", das mit Schottland nichts zu tun hat. Die obersten Bekenner dieser Lehrart legen sich prunkvolle Titel bei und nennen sich allen Ernstes "Kaiser des Ostens und Westens". Der "Maurerfürst" Morin erhielt im Jahre 1761 von diesen "Kaisern des Ostens und Westens" ein Patent, worin er als "Grosser Auserwählter, vollkommender und erhabener Meister, Fürst aller Orden" usw. bezeichnet und zugleich beauftragt wird, die Freimaurerei in Amerika zu verbreiten. Sehen wir wie es in England steht. Noch vor wenigen Jahren waren in England von rund 300 000 Freimaurern über 43 000 Juden. Es gibt jedoch Logen, die sich nahezu ausschließlich aus Juden zusammensetzen, wie z.B. die Loge Shelley, die zu drei Vierteilen aus Juden besteht, ja sogar rein jüdische Logen, wie die "Hirams Loge"; die letztgenannte verursachte jedoch soviele Skandale, dass der Großmeister des Ordens, Prinz Eduard Albert, später Eduard VII., sich entschließen mußte, sie aufzulösen. Bezeichnend sind folgende Logennamen: König Salomo, König David, König Saul, Baron Hirsch, Lord Rothschild, Henry Bernstein, Sir Albert Sasson u.a. Seit dem Deutsch-Französsischen Krieg drangen die Juden erobernd in die Logen ein, während die christlichen Brüder es vorzogen, den Juden das Feld zu räumen. Damals wurden neue Logen zu dem Zwecke gegründet, die Juden zu begünstigen; so die Loge der Schauspieler von Drury Lane, welche die jüdischen Schauspieler in die Höhe bringt, die Loge des "Savage Club", welche die "gelbe Presse" unterstützt und den jungen Nachwuchs der Zeitungsmenschen (Newspaper Man) fördet. In dem Buche "The jewish Question" von Eduard Demachy über die Rothschilds wird festgestellt, dass sie seit 1809 dem Freimaurerorden angehören und zwar deutschen, französsischen und englischen Logen; dies sei der Grund, warum gegen dieses mächtige Haus nichts unternommen werden könnte. Jeder Anschlag würde im selben Augenblicke von Brüdern durchkreuzt. Diese Bemerkung wird verständlich, wenn man bedenkt, dass jeder Freimaurer verpflichtet ist, jeden Bruder auf Gefahren aufmerksam zu machen, die ihm drohen. Darin liegt der Hauptwert der Freimaurerei für das Judentum, zumal sie zahllose Nichtjuden für ihre eigene, engere Organisation dienstbar macht. Diese eigentliche Organisation des Judentums ist bekanntlich die "Alliance Israelite" und Moses Montefiore war ihr bedeutendster Vertreter. Verwendete Quelle: Wichtl-Schneider Weltfreimaurerei, Weltrevolution, Weltrepublik J.F.Lehmanns Verlag München / 1936
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Das freimaurerische Friedensprogramm Wilsons
Dass den Freimaurerbund die Hauptschuld am Ausbruche des Weltkrieges trifft, dürfte auf Grund dieser Darlegungen für jeden, der vorurteilslos den Sachverhalt prüft, hinlänglich klargestellt erscheinen. Nur ein Teil der offen vorliegenden Beweise konnte in unserer Darstellung benützt werden. Wenn alle freimaurerischen Zeitschriften, Broschüren und insbesondere die verschlossen gehaltenen Geheimarchive zur Verfügung ständen, könnten die Beweise vervielfacht werden. Ziel des Freimaurerbundes war eine Weltrevolution, die vor allem den Sturz der europäischen Dynastien und die Einführung der Weltrepublik verwirklichen sollte. Wenn dieser Gedankengang richtig ist, so müsste er durch das Endergebnis bestätigt werden. Es müßte also das Wilsonsche Friedensprogramm, das den Gipfelpunkt der durch den Krieg bedingten geschichtlichen Entwicklung darstellt, in seinen Hauptforderungen den freimaurerischen Zielen entsprechen, dies um so mehr, als Wilson selbst Freimaurer war. Als die Behauptung aufgestellt wurde, auch Wilson sei Freimaurer, wurden Proteste in der deutschen Logenwelt laut. Als Wilson in Brest anlangte, wurde er durch den Br.Taugourdeau begrüßt; die Loge "Fidelite" veranstaltete am 10. November 1918 eine Versammlung, in der Br. Lucien Le Foyer, ehemaliger Abgeordneter von Paris, über die Politik "unseres Bruders, des Präsidenten Wilson" einen Vortrag hielt" 1); das "freimaurerische Überwachungs- und Aktionskomitee von Algier" übersandte Wilson die sogenannte "Depeche Algerienne", die folgenden Wortlaut hatte: "Im Augenblick Ihres Eintreffens auf französischen Boden senden die am 8. Dezember versammelten Freimaurer der vier Logen von Algier ihrem berühmten Br. Wilson (a leur illustre Frere Wilson) ihre brüderliche Hochachtung und lebendigste Glückwünsche für sein freimaurerisches Werk während des Krieges für das Recht und für die Freiheit der Völker" 2). Wilsons Sekretär antworte darauf: "Paris 17. Dezember 1918 - Der Präsident hat mich beauftragt, Ihnen seine tiefe Hochachtung auszusprechen anläßlich der schönen Worte bei seiner glücklichen Ankunft, die sie im Telegramme vom 13. Dezember ausdrückten" 3). Auf seiner Europareise hat Wilson in Genua am Standbild Mazzinis einen Kranz niedergelegt" 4). Quelle: 1) Bulletin hebdomadaire des Loges de la region parisienne Ier au 15. Nov. 1918 2) Mitgeteilt in der Wochenschrift "Die Schildwache", Olten, Schweiz Nr. 16 vom 17. Januar 1919 3) Vgl. Le peril Judäo-Maconnique. Paris 1921, S. 85 4) Hofer, Freimaurerei, Regensburg 1922, S. 77 Die Hauptpunkte des "Friedens"programms Wilsons sind von freimaurerischen Geiste durchdrungen. Allerdings gibt es darin auch Bestimmungen, die in keinem Zusammenhang mit den freimaurerischen Grundsätzen stehen. Das sind solche, die der Krieg nötig gemacht hat, und die gerade so gut in irgendeinem anderen feindlichen Friedensvorschlag stehen könnten. Schon der erste Punkt des Wilsonschen Programms ist bemerkenswert: Öffentlichkeit der Friedensverhandlung - ein Schlagwort für das urteilslose Volk von echt freimaurerischer Prägung. Gerade diejenigen, die alles im geheimen machen, die ihre Brüder durch Eide und Gelöbnisse zur strengsten Geheimhaltung verpflichten, rufen nach Öffentlichkeit, um dann, wenn die Betörung der Massen gelungen ist, nach dem altbewährten System weiterzuarbeiten. Die Pariser Friedenskonferenz hat bei Beginn ihrer Verhandlungen im Januar 1919 erklärt, daß aus "technischen Gründen" eine öffentliche Führung der Beratung leider unmöglich sei! Ähnlich steht es mit dem 2. Punkte: Vollkommene Freiheit der Schiffahrt! Ein Schlagwort, denn diese Forderung bezieht sich nur auf die Völker, die sich der von der jüdisch-freimaurerischen "Frankf. Ztg." angepriesenen "angelsächsischen Weltherrschaft" unterworfen haben. Punkt 4 verlangte die Abschaffung des Militarismus, eine Forderung, die von den Freimaurern unzählige Male und bei jeder Gelegenheit gestellt wurde. Die Kundgebung des Obersten Rates des französischen Großorients vom 13. Dezember 1914 verlangt ausdrücklich, dass der preussische Militarismus um jeden Preis vernichtet werden muß, aber nur - der preussische Militarismus! Seit Wiedereinführung der dreijährigen Dienspflicht (1913) starrt das freimaurerische Frankreich in Waffen. Der 8. Punkt betraf Elsaß-Lothringen, dessen Rückgabe an Frankreich verlangt wurde. Auch das ist eine freimaurerische Forderung, die in den letzten 40 Jahren immer aufs neue erhoben und selbst in Gegenwart deutscher Freimaurer nachdrücklich vertreten wurde. Die Forderung des 9. Punktes, Grenzberichtigung gegen Italien, entsprach gleichfalls den freimaurerischen Grundsätzen, die vom Großmeister Mazzini schon vor einem halben Jahrhundert aufgestellt und von sämtlichen Freimaurern der Welt grundsätzlich gutgeheißen wurden. Genau so war auch das Verlangen nach Autonomie der Völker Österreich-UNgarn eine Forderung, die jederzeit von den freimaurerischen Brüdern hüben wie drüben offen und ungescheut erhoben wurde. Auch die Aufteilung der Türkei, 12. Punkt, gehörte zum freimaurerischen Gedankenkreis. Br. Mazzini sagte vor 50 Jahren: "Zwei große Kaiserreiche sind es, welche in Europa das Gebäude des Despotismus und der Verneinung des Nationalitätengrundsatzes stützen: Das österreichische Kaiserreich, welches in seiner unverrückbaren Starrheit das europäische China darstellt und das türkische Reich, das als Vertreter des asiatischen Prinzips und als Papstum des Orients dem europäischen Fortschritt im Wege steht. Der 14. Punkt endlich: Vereinigung aller Nationen zu gegenseitiger Bürgschaft (anders ausgedrückt: zum "Völkerbund", zur "Weltrepublik" oder "Republikenpyramide") ist ausgesprochen freimaurerischer Natur. Wie diese Völkerverbrüderung in Wirklichkeit aussah, zeigten uns die Jahre 1918-1933: Hunger und Elend, rücksichtsloser Gewaltfriede! Und dies alles, nachdem und trotzdem wir unsere eigenen "Despoten" verjagt und diese freimaurerische Forderung erfüllt haben, um aus Wilsons Hand Frieden und Brot zu empfangen. Das von den Freimaurerbund erstrebte Ziel konnte nur erreicht werden, wenn Deutschland rücksichtslos und vollkommen niedergeworfen wurden. Dem deutschen Volk mußte jede Möglichkeit des Erwachens eines Freiheitswillens genommen werden. Aus diesem Grunde stellte Wilson schon im Oktober 1918 in den einzelnen Wilsonnoten Forderungen, die den früheren vierzehn Punkten nicht mehr entsprachen, und die auf eine restlose Entwaffnung und Knechtung des deutschen Volkes nach wie vor den früheren freimaurerischen Phrasen und hoffte, Wilson würde sich doch noch an die 14 Punkte halten und sie durchsetzen. Trotzdem ist es anders gekommen, als die jüdisch-freimaurerische Hochfinanz annahm. Das Rasseerwachen des deutschen Volkes hat die Durchführung der Pläne der jüdisch-freimaurerische Hochfinanz zerstört. Quelle: Wichtel-Schneider Weltfreimaurerei, Weltrevolution, Weltrepublik Lehmanns Verlag / München 1936
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Durch die Weltrevolution zur freimaurerischen Weltrepublik Teil 1 An zahlreichen Staaten wurde die revolutionäre Tätigkeit der Freimaurer nachgewiesen. Der Geist ist überall der gleiche, das Endziel ist stets die Weltrepublik. Als die schweizerischen Hochgradfreimaurer in Basel gegen den Führer des schweizerischen Volksbundes, Ernst Leonardt, wegen mehrerer gegen den Freimaurerbund gerichtete Aufsätze einen Beleidigungsprozess angestrengt hatten, führte der Anwalt der Hochgradfreimaurer, der Hochgradfreimaurer Rechtsanwalt Dr. Scheidegger in Basel am 21. Juni 1935 vor dem Berufungsgericht in Basel in einer Rede folgendes aus: "Jawohl meine Herren, die Freimaurerei erstrebt die Weltrepublik, es ist dies ein schönes und lobenswertes Ziel. Erst wenn die Weltrepublik hergestellt ist, ist der Friede der Völker gesichert." Auch in jenen Staaten, die nicht besonders besprochen wurden, ist die Freimaurerei von dem gleichem Streben beseelt; so z.B. in Belgien. Lange vor dem Weltkriege standen Freimaurer in Deutschland mit Freimaurern in Belgien in engster Verbindung. Auf dem Freimaurerkongress, der im Jahre 1894 in Antwerpen stattfand, waren der Eklektische Bund, die Groseloge „Zur Sonne“ in Bayreuth und die „Grosse Freimaurerloge zur Eintracht“ in Darmstadt offiziell vertreten. In Belgien ist die politische Betätigung der Freimaurer zuerst offen und für alle sichtbar in Erscheinung getreten, vom „durchlauchtigsten“ Nationalgrossmeister“ Br.°. Hasse, wurde im Jahre 1907 ausdrücklich zugegeben, dass sich die belgischen Logen zu wahren Schulen der Politik entwickelt haben. Der Geist, der in der Loge herrscht, ist republikanisch. Demgemäß wird bei Festlogen nicht auf den König toastiert, sondern auf das „souveräne Volk“. Als Vortragsgegenstand in belgischen Freimaurerkreisen erscheint auch „Die belgische Republik“. Wie sehr die dortigen Maurer an den revolutionären Geschehnissen des Auslands Anteil nehmen, geht aus einer Rede Br.°. Furnemonts hervor, der 1911 Großredner des belgischen Gr.°. O.°. war: „Erinnern Sie sich der tiefen Empfindung des Stolzes, die wir alle hatten, als wir kürzlich die Nachricht von der Revolution in Portugal erhielten. In wenigen Stunden war der Thron gestürtzt, das Volk triumphierte, die Republik war erklärt. Es war wie ein Blitz aus heiterem Himmel für das unwissende Publikum....“ Wir wollen noch ein Beispiel aus der Neuen Welt herausgreifen: Brasilien! Wem hat der letzte Kaiser von Brasilien, Pedro II., seinen Sturz zu verdanken? Dem Marschall Deodoro da Fonseca; dieser war Freimaurer, und die ganze revolutionäre Bewegung war von den Freimaurerlogen angezettelt. Das stand nicht in einem klerikalen Winkelblättchen, sondern in dem - in dieser Hinsicht wenigstens - gewiß verläßlichen freimaurerischen „Berliner Tagesblatt“. Zur Vorbereitung der Weltrepublik soll in den einzelnen Staaten zunächst die republikanische Staatsform eingeführt werden, bei der der Einfluß des Freimaurerbundes sicherer gewährleistet ist als in der Monarchie. In einer Republik kann der Einfluß eines mit Freimaurer durchsetzten Parlamentes nur durch eine Verfassungsänderung ausgeschaltet werden. In einer Monarchie ist es dagegen immer möglich, das sich ein selbständiger Monarch den Wünschen des Freimaurerbundes nicht beugt, oder ihn sogar unterdrückt. Planvoll und zäh wurden die einzelnen Revolutionen vorbereitet. Auf der ganzen Welt sollten die Throne gestürzt werden. Nicht von gestern stammen diese Pläne, sie wuchsen mit der Freimaurerei heran und reiften allmählich. Im Jahre 1740 führte der damalige Großmeister, Herzog von Autin, auf einem Feste der Großloge von Frankreich in einer Rede aus, die Freimaurerei sei gegründet worden, um auf der ganzen Welt die republikanische Staatsform einzuführen. Es gibt in der Freimaurerei auch keine „Freiheit“. Es gibt keine freie Meinungsäusserung, denn es besteht strenge Zensur, deren Schroffheit sich der staatlichen Zensur vergleichen lässt. Der französische Freimaurer hat auch nicht das Recht der Gedankenfreiheit; er muss Republikaner und „antiklerikal“ sein. Er kann nicht nach Belieben austreten; die Loge kann ihn auch gegen seinen Willen als Mitglied weiterführen. Die Brüderlichkeit besteht aber nur den „Brüdern“ gegenüber; und auch da sind Einschränkungen zu machen. Wenn man die Kämpfe verfolgt, die in allen Ländern Freimaurer untereinander ausgetragen haben, so erhält man einen Eindruck, der von Begeisterung für freimaurerische Ideale weit entfernt ist. Wie haben sich die Schlagworte bewährt, die seit fast zwei Jahrhunderten von der Freimaurerei in die breitesten Volksmassen geschleudert wurden? Graf Friedrich Schönborn, ehemals Justizminister in Österreich, hat sein Werturteil über die französische Revolution von 1789 in folgenden Gedanken zusammengefasst: „Mit Schwärmerei für Freiheit, Gleicheit und Brüderlichkeit hat es angefangen, um mit der rastlosen Arbeit der Guillotine zu enden und mit blutigen Kriegen zuerst Frankreich und dann ganz Europa zu verwüsten“ - Ein Satz der nicht bestritten werden kann. Die Menschen von der Herrschaft der „Mächtigen“ zu befreien, war auch der Zweck des Illuminatenorden, der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts eine Rolle spielte, und mit der Freimaurerei Berührungspunkte besaß. Schon damals übte der Gedanke der Weltverbrüderung und Weltrepublik seinen Zauber aus. In breitere Schichten des deutschen Volkes fand jedoch das republikanische Staatsideal erst im 19. Jahrhundert Eingang. Vertreten wurde es namentlich durch den Revolutionär und Freimaurer Mazzini, dessen geheime Vertrauensmänner in ganz Europa tätig waren. Für Mazzini ist die Republik die einzige gerechte Regierungsform, die denkbar ist; das Volk ist alles“. Aber das „Volk“ ist nur dann „alles“, wenn es den Standpunkt Mazzinis einnimmt und auf die „Worte dieses Herrn und Meister schwört“, andernfalls ist es eine Mehrheit von Idioten, eine betörte Menge, welche erst der Erziehung durch ihn (Mazzini) und seinesgleichen bedarf. Mazzini selbst ist nach eigenem Dafürhalten der durch „Tugend und Genie berufene Führer des Volkes und der Menschheit“, der das „souveräne Volk“ vertritt. Selbstverständlich hat das „souveräne Volk“ wenn es durch seinen, durch „Tugend und Genie“ berufenen Vertreter ein Programm verkündet, dies auch anzunehmen. Verwendete Quelle: Dr. Friedrich Wichtel - Ra. Robert Schneider Weltfreimaurerei, Weltrevolution, Weltrepublik J. F. Lehmanns Verlag / München 1936
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