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Die grossen Rassengruppen






1.Negroide Rasse

Von den großen Rassengruppen sind zweifellos die Neger rassenhaft am meisten primitiv. Allerdings bilden Neger, als Ganzes betrachtet, keine anthropologische Einheit, da sie schon seit undenklichen Zeiten von höher stehenden Rassenbestandteilen Nordafrikas (Hamiten) durchsetzt wurden. Doch kann man aus dieser Mischbevölkerung ganz deutlich den Primitivneger herausschälen. Seine starke Vorschnauzigkeit, seine breite tiefgestaltete Nase mit den quergestellten Nasenlöchern und das fliehende Kinn sind niedrige Merkmale. Sonst ist er noch gekennzeichnet durch die aufgeworfenen Lippen, eine Sonderentwicklung, die man nicht als primitiv bezeichnen kann. Die Haare sind wollig gekraust wie bei den Melanesiern. Auch ein langer Schädelbau dürfte dem Primitivneger eigen sein und Neigung zur Kurzköpfigkeit, die sich hier und da zeigt, vielleicht durch Mischung mit Zwergvölkern zu erklären sein.

Kulturell stehen die Neger über den meisten anderen Primitiven, vielleicht weil sie schon so früh das Blut einer höheren Rasse aufgenommen haben. Sie treiben neben Hackbau eine Reihe von Gewerben: Töpferei, Schmiedekunst, Weben und Flechten. Was davon eigene Erfindung ist, ist schwer zu sagen. Der Neger ist sehr befähigt, Fremdes aufzunehmen und sich anzugleichen, nicht aber, es weiter zu entwickeln. Er ist nicht besonders intelligent, ohne geistige Schaffenskraft und phantasiearm, doch gelehrig und geschickt. Voraussicht und geistige Selbstständigkeit sind gering, Heiterkeit und Leichtlebigkeit dagegen stark entwickelt.

Der Beweis für die geringe Leistungsfähigkeit des Negers gegenüber Weißen ist in Amerika für jeden vorurteilslosen Betrachter erbracht. Die hervorragenden Neger, die als begeisterte Vorkämpfer für die Bildung und Gleichstellung der Neger in den Vereinten Staaten eintreten, wo Booker Washington, sind wohl alle Mischlinge. Negerstaaten mit europäischen Einrichtungen wie Haiti oder Liberia können nicht ernst genommen werden. Spencer St. John, der 20 Jahre als Diplomat in Haiti tätig war, sagt, dass die Neger nicht die Fähigkeit hätten, eine selbstständige Stellung behaupten zu können. Solange der Neger in Berührung mit der weissen Rasse stehe, ginge die Sache, doch sonst falle er wieder in afrikanische Zustände zurück, wie man gerade in Haiti beobachten könne. Kurz und bündig sagt Wilhelm von Polenz über den Neger der Vereinigten Staaten, dass er bei vielen guten und sympathischen Eigenschaften ein untergeordneter Typus sei und bleibe. Die ganze Rasse zeige kindliche Urteilslosigkeit und Lenkbarkeit (Polenz, Land der Zukunft).



2.Mongolide Rasse

Auch ein klares, scharf umrissenes Bild der mongolischen Rasse ist schwer zu entwerfen, da hier ebenfalls grosse Mannigfaltigkeit herrscht, die bei der riesigen Ausdehnung der mongolenartigen Völker teils durch Abänderung bedingt sein kann, teils sicher auch auf Mischungen mit anderen Rassen zurückzuführen ist. Die Merkmale, die uns sofort den Mongolen erkennen lassen, sind hauptsächlich solche des Gesichtes. Das typische Mongolengesicht ist breit und flach. Die Nase ist breit, hat eine sehr flache Wurzel, wodurch sie stark konkav erscheint. Von der Stirne ist sie aber meist nicht abgesetzt, sondern geht flach in sie über. Besonders bezeichnend ist die Stellung der Jochbeine, die von der Ohrgegend gerade nach vorne verlaufen und dann rechtwinklig umbiegen, wodurch die größte Breite viel weiter nach vorne zu liegen kommt als im Europäergesichte. Sehr eigenartig ist auch das Auge gebildet. Im Oberelid befindet sich die sogenannte Mongolenfalte, eine Hautfalte, die die innere Hälfte des Oberlids zudeckt, den inneren Augenwinkel ebenfalls überlagert und dann in die Gesichtshaut übergeht. Oft springen auch die Winkel des Unterkiefers stark vor, wodurch das Gesicht etwas Eckiges, Plumpes bekommt. Zuweilen sind diese Merkmale mit langer Gesichtsform verbunden. Auch die Schädelform ist sehr einheitlich. Sie schwankt von Mittelköpfigkeit bis zu den höchsten Durchschnitts-Indexwerten, die bei Menschen überhaupt vorkommen (über 89). Ebenso schwankend ist die Körpergrösse; einige Gruppen sind fast zwergeswüchsig wie die Lappen (etwa 155 cm) - auch die Japaner erreichen im Durchschnitt nicht 160 cm -, andere sind wieder sehr groß wie die Nordchinesen mit ungefähr 170 cm. Die Hautfarbe ist bald heller, bald dunkler, hat aber immer einen gelblichen Unterton. Bemerkenswert ist auch der sogenannte Mongolenfleck, eine bläulich erscheinende Ansammlung von Pigment am unteren Ende des Rückens, die sich bei den Kindern aller Mongoliden, auch der Indianer, seltener der Malaien und Samoaner findet, später aber verblasst. Haare und Augen sind sehr dunkel, das Haar ist der Form nach straff und hart.


Wenn man jedoch die hochentwickelte ostasiatische Kultur in ihrer Entstehung begreifen will, so darf man zweierlei nicht aus dem Auge verlieren. Es ist das einerseits der ungeheure Strom fremder Kulturbestandteile, der vom alten Oriente, von den arischen Iraniern, Indern, Saken (Skythen) und Hellenen ausging und von den Mongolen Ostasiens aufgenommen wurde, anderseits die Tatsache, dass wir gerade in den alten Kulturländern des Ostens noch einen zweiten Menschenschlag finden, der zwar Mongolenaugen besitzt, sonst aber sehr stark von dem früher geschilderten abweicht. „Chosutypus“, wie man ihn in Japan nennt, hat ein langes Gesicht, hohe Stirn, eine zieliche, verhältnismäßig schmale, zuweilen leicht gebogene Nase. Das Gesicht ist oft geradezu fein, der Kopf länglich, die Gestalt schlanker und zierlicher. Dieser höhere Typus, häufig in der Mandschurei, Korea, Nordchina, findet sich in Japan hauptsächlich unter dem alten Adel (den Fürsten, Daimios, und den ritterlichen Lehensadel, den Samurai), kommt aber auch, vielfach mit dem groben Mongolentypus gemischt, unter der übrigen Bevölkerung vor. Gerade ihm scheint eine große Bedeutung für die Entwicklung der ostasiatischen Kultur zuzukommen. Also auch hier stünde daher höhere Kultur in engerem Zusammenhang mit einer höher entwickelten Menschenform!


Sehr nahe stehen den Mongolen die Eskimos im nördlichen Nordamerika und in Grönland. Durch ihre ausgesprochene Langköpfigkeit schlagen sie zwar aus der Art, im Gesichtsbau sind sie aber extrem mongolenartig. Eine uralte Abzweigung vom mongolischen Urstamme scheinen auch die Indianer zu sein, die ebenso wie die ältere Malaiengeschichte (Protomalaien) die für die spätere eigentlichen Mongolen so bezeichnende Mongolenfalte oft nur angedeutet, oft auch gar nicht besitzen. Mongolisch wirkt die Breite des Gesichtes. Die Nasen sind meist gerade, bei manchen Stämmen aber wahre Adlernasen, Kopfform und Größe sind sehr verschieden, die Form der fast immer schwarzen Haare ist meißt straff, wie bei den Mongolen, die Hautfarbe ist braungelb bis rotbraun, Körper und Gesicht sind meißt unbehaart. Man nimmt heute meistens an, dass es sich bei den Indianern verschiedenen Schlages um die durch die sehr wechselnde Umwelt des riesigen Kontinents bedingte Abänderung einer und derselben Grundform handle, doch scheint es mir nicht unmöglich, dass gewisse Typen Nordamerikas oder die Inkas Perus anderer als mongolischer Abstammung sind.

Quelle:
Dr. Gustav Kraitschek
Rassenkunde
Burgverlag Wien / 1923
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Wahrheit kann, für blind in Lüge Lebende, verwirrend wirken!

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