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Default Karl Dönitz - Retter von Millionen

Der Retter von Millionen

Zum 25. Todestag von Karl Dönitz



Vor 25 Jahren, am 23. Dezember 1980, verstarb in Aumühle bei Hamburg Großadmiral und Reichspräsident Karl Dönitz, Retter von Millionen Vertriebenen. Sein Name steht für soldatische Pflichterfüllung, für Tapferkeit und vor allem für die größte See-Rettungsaktion der Weltgeschichte. Freund und Feind sahen in Dönitz stets ein Vorbild an Tadellosigkeit und Aufrichtigkeit. Karl Dönitz trug sich unvergänglich ins Ehrenbuch des deutschen Volkes ein. Der Ingenieurssohn kam am 16. September 1891 in Grünau bei Berlin zur Welt. 1910 trat er in die Kaiserliche Marine ein. Im Ersten Weltkrieg war er zunächst U-Boot-Kommandant. Er wurde in die Reichsmarine der Weimarer Republik übernommen und diente ab 1930 in deren Admiralsstab. Für seine Leistungen im Ersten Weltkrieg war Karl Dönitz u. a. mit beiden Eisernen Kreuzen und dem Hohenzollernschen Hausorden ausgezeichnet worden.


Genialer Taktiker


Ab 1935/36 war er – nun im Range eines Kapitäns zur See – mit dem Aufbau der deutschen U-Boot-Waffe betraut. Als Befehlshaber der U-Boote (BdU) leistete er Unvergängliches. So brachte er trotz der relativen Schwäche seiner Waffe mit der von ihm entwickelten, genialen „Rudeltaktik“ die Westmächte an den Rand einer Niederlage, indem er den für Englands Durchhalten entscheidenden Nachschub aus Amerika empfindlich traf. Sein geschickter Einsatz wurde später auch von einstigen Gegnern mit höchstem Respekt gewürdigt. Zum Sieg in der Schlacht im Atlantik kam es trotzdem nicht, weil Dönitz’ dringendes Ersuchen um Stärkung der U-Boot-Waffe lange Zeit auf taube Ohren stieß.



Dönitz war alles andere als ein „Jasager“. Für seine U-Boot-Männer war er stets Vorbild und Kamerad zugleich. Nie verlangte er ihnen Unehrenhaftes ab. Sie nannten ihn den „Großen Löwen“ und unterstrichen damit seinen unglaublichen Mut, aber auch seine große Erfahrung, die er sich schon im Ersten Weltkrieg angeeignet hatte. Blutjunge Soldaten faszinierte er mit heißem Herzen und kühlem Verstand. Karl Dönitz: Ein echter Soldat, ein hervorragender Organisator, klug und die personifizierte Verlässlichkeit. 1942 wurde er zum Admiral befördert und am 30. Januar 1943 als Nachfolger Dr. Raeders im Range eines Großadmirals zum Oberbefehlshaber der Kriegsmarine ernannt. Am 7. April 1943 erhielt Dönitz das Eichenlaub.

Größte humanitäre Aktion

In den letzten Kriegsmonaten war es der von ihm geführten Marine zu verdanken, dass Millionen Soldaten und Flüchtlinge über die Ostsee vor dem Zugriff Stalins gerettet werden konnten. Neben der Kinderlandverschickung war die Rettung über See von Januar bis zum Mai 1945 die größte humanitäre Aktion im Zweiten Weltkrieg. 800 Schiffe der deutschen Marine waren pausenlos im Einsatz und retteten fast 2,5 Millionen deutsche Flüchtlinge und Soldaten aus dem eingeschlossenen Ostpreußen, aus Danzig, Hinterpommern und dem Baltikum.


Nach Hitlers Tod wurde Karl Dönitz Reichspräsident. Als solcher bildete er mit Sitz in Flensburg-Mürwik eine Reichsregierung unter dem leitenden Minister Schwerin von Krosigk, die vergebens bestrebt war, mit den Westmächten einen Sonderfrieden zu schließen. Über die einzigartige Seerettungsaktion hinaus wurden unter seiner Verantwortung ungezählte weitere Soldaten und Zivilisten aus dem Osten gerettet. Er erteilte den Befehl zur Kapitulation der Wehrmacht, wurde am 23. Mai 1945 mit seiner Regierung völkerrechtswidrig von britischen Truppen gefangengesetzt und vom Nürnberger Siegertribunal zu zehn Jahren Haft verurteilt, die er bis 1956 in Berlin-Spandau absitzen musste. 1976 erschien in New York das Buch „Doenitz at Nuremberg. A Re-Appraisal“, in dem Hunderte Prominente aus aller Welt, vorwiegend Politiker, Historiker und Militärs, Dönitz’ Verurteilung als Unrecht bezeichneten und ihm bescheinigten, ein Ehrenmann zu sein. Die deutsche Übersetzung ist in das FZ-Buch „Terror-Tribunal“ eingeflossen.

Quelle

Die deutsche U-Boot Flotte ist stolz, ein irdisches Paradies, eine uneinnehmbare Festung für den Führer erbaut zu haben, irgendwo in der Welt .” Karl Dönitz in Laboe/Kiel Oktober 1944



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